Infrastruktur

Mayen: Eine Stadt mit moderner Infrastruktur?

Eine ausgeprägte, flächendeckende Infrastruktur ist Heutzutage unverzichtbar und wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind der Meinung, dass Investitionen in die Verkehrs-, Gesundheits-, Bildungs- und Internetinfrastruktur, zu den wichtigsten Zukunftsinvestitionen gehören. Rheinland-Pfalz hat zwar das dichteste Straßenverkehrsnetz Deutschlands, aber dennoch muss noch viel vor Ort getan werden, da der Unterschied zwischen Stadt und Land („Stadt-Land-Disparitäten“) deutlich zu spüren ist. Gegen diesen Unterschied wirken wir Jusos Mayen mit unsere Arbeit vor Ort entschieden.

Man muss der Stadt Mayen einiges zugutehalten: Seit geraumer Zeit wird der Breitband-Internetausbau stark vorangetrieben. Wir Jusos begrüßen dies ausdrücklich, da eine moderne Netzinfrastruktur nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für Schulen und Mayen als Industriestandort von enormer Bedeutung ist. Zudem beobachten wir erfreut, dass im Zuge der Erneuerung des Habsburgrings auch an die Fahrradfahrer der Stadt gedacht wurde. Mit der Einrichtung eines Fahrradstreifens auf der Fahrbahn wurde ein erster Schritt in Richtung einer fahrradfreundlichen Stadt getan.

Doch leider ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Anfahrt (egal ob mit Bus oder Auto) aus den umliegenden Dörfern gleicht, vor allem für Schülerinnen und Schüler, sowohl zu Schulbeginn als auch Schulschluss, einer „Katastrophe“ und kollidiert mit dem Berufsverkehr. Mayen versinkt zu diesen Zeiten in einem einzigen Verkehrschaos und die Straßen sind vollkommen überlastet, was für die Schülerinnen und Schüler (aber auch alle Azubis oder Angestellte ohne Auto) zu erheblichen Verspätung und für „Autofahrer“ zu nervenaufreibenden Staus führt. Auch sind die Preise für Bus und Bahn horrend und absolut nicht tragbar, zumal es auch oft zu Verspätungen oder Ausfall der Linien kommt. Dies führt dazu, dass die meisten notgedrungen auf das Auto zurückgreifen und die Umwelt und die Straßen mehr als nötig belastet werden.

Das neue Parkkonzept trifft auf viel Ablehnung und führte zu hitzigen Diskussionen. Viele Bürgerinnen und Bürger, vor allem Schüler, wünschen sich mehr Parkplätze (wenn schon der öffentliche Nahverkehr unzuverlässig scheint). Das Krankenhaus ist das einzige in der näheren Umgebung und somit ist es den Rettungskräften unmöglich immer schnell genug vor Ort zu sein, wenn es sich um abgelegenere Dörfer handelt, was zum Teil auch der Verkehrsinfrastruktur geschuldet ist. Ein weiteres Problem unsere Stadt, sind die unzähligen Leerstände in der Stadt selbst. Man könnte so viel anders nutzen, abreißen oder umstrukturieren, um die Versorgung aller Bedürfnisse zu sichern.

Unsere Forderungen im Überblick:

  • Mehr Investitionen in eine fahrradfreundliche Stadt, etwa durch mehr Radwege/-Spuren oder die Installation von öffentlichen E-Bike-Ladestationen
  • Stärkung des ÖPNV durch bessere Verbindungen und modernere Fahrzeuge